Oberfläche mit Struktur – Aluminiumguss aus dem 3D-Drucker

11.04.2022

Die Designer Moritz Schmid und Ville Kokkonen untersuchen in einem gemeinsamen Projekt das Potenzial von Aluminiumsandguss in der Möbelherstellung. Entstanden sind daraus ästhetische Sitzmöbel, die ab sofort in der Galerie Okro in Chur gezeigt werden.


Outdoor-Lounge von Ville Kokkonen
Bilder: Ville Kokkonen

Aluminium lässt sich durch unterschiedlichste Verfahren verformen - sei es walzen, schmieden oder pressen. Im Projekt «AI 13» untersucht das Designer-Duo hingegen die Möglichkeiten und Grenzen innovativer Formgebung: Aluminiumguss in Sandformen aus dem 3D-Drucker.
«Dieses Verfahren gibt uns Flexibilität im Designprozess und ermöglicht uns ohne Umwege vom digitalen Entwurf zur Umsetzung zu gelangen», so Moritz Schmid. «Erste Prototypen können direkt im Originalmaterial überprüft und weiterentwickelt werden.»


Sitzmöbel von Moritz Schmid
Bilder: Rasmus Norlander


Sandgussformen aus dem 3D-Drucker

Die lagenweise gedruckten Sandformen hinterlassen Spuren: Auf den Oberflächen der Gussteile bleibt die Struktur ringförmig erkennbar, ähnlich zu Höhenkurven einer Landkarte. Um die texturierte Oberfläche zu schützen und dennoch den Charakter mit metallischem Glanz zu erhalten, bietet die Veredelung durch eloxieren die optimale Lösung. Rebecca Frei vom BWB Werk in Niederwangen hat das Projekt begleitet:

«Die dekorative Beschichtung von Gussteilen ist unüblich, weil die Farbgebung massgebend durch die verwendete Legierung bestimmt wird. Deshalb variiert die Eigenfarbe der aufgebauten Schicht in Grautönen verschiedenen Helligkeitsstufen.» erklärt die Betriebsleiterin die besondere Herausforderung. Eine spezifische Vorbehandlung, langjährige Erfahrung und Fingerspitzengefühl beim Eloxeur haben zum hochwertigen Endergebnis in mattschwarz beigetragen.

Die Sitzmöbel des Berners Moritz Schmid und des Finnen Ville Kokkonen sind noch bis am 14. Mai in der Galerie OKRO zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung


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