MEG-Voelkerkundemuseum-Genf-Aluminiumdach-eloxiert

Musée d’ethnographie de Genève – MEG

Umbenennung des MEG im Dialog

02.06.2021

Aktuell fragt die Museumsleitung offen nach einer Umbenennung des MEG, und die Genfer Bevölkerung diskutiert mit: Der Begriff ethnographisches Museum sei zu stark mit Raubgütern der Kolonialisierung verbunden, das reine "Beschreiben von Völkern" und das Ausstellen "exotischer" Objekte werde der Institution nicht gerecht. Andere Stimmen finden, das Museum entspräche dem multiethnischen Charakter der Stadt Genf und habe sich stets respektvoll um kulturelle Sammlungen und derer Herkunft gekümmert.

Die GenferInnen sind sich einig: Das MEG ist fester Bestandteil der Stadt und seinem Erscheinungsbild: Seine facettenreiche Architektur nimmt geschickt Bezug zur kulturellen Diversität. Hoch aufragend und spitz zulaufend, verleiht das geometrische Design dem Gebäude einen besonderen Charme und Einzigartigkeit. Die Dachform mit auskragenden Metallvordach erinnert an ein traditionelles Langhaus. Die rautenförmige geflochtene Fassade aus Aluminium verleiht dem MEG weitere interkulturelle Noten. Ein Besuch der Bibliothek im zweiten Stock lohnt sich und zeigt doppelte Rauten in elegantes Farbmusterspiel, als Fenster und als Lichteinfall.

Die Architektur des Museums bleibt sehenswert und so auch die aktuelle Installation "La Bateauthèque" der Künstlerin Marie van Berchem.

Bilder: MEG, B. Glauser

Zum Projektbeschrieb
Dokumentation der Stadt Genf

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